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9. November 2015

RKI veröffentlicht neue Zahlen zu HIV/Aids

Laut Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) lebten 83.400 Menschen (68.400 Männer, 15.100 Frauen) mit HIV/Aids im Jahr 2014 in Deutschland. Das RKI geht davon aus, dass davon rund 13.200 Menschen (10.900 Männer, 2.300 Frauen) nichts von ihrer Infektion wissen. Hauptübertragungsweg in Deutschland ist nach wie vor Männer, die Sex mit Männer haben (MSM), gefolgt von heterosexuellen Kontakten. Schätzungsweise 3.200 Menschen (2.700 Männer, 460 Frauen) haben sich 2014 neu infiziert. 3.700 Personen haben 2014 die Diagnose HIV erhalten.

Mehr Informationen des RKI zu HIV/Aids gibt es hier

22. Oktober 2015

BZgA-Kampagne zum Welt-Aids-Tag 2015 mit neuen Motiven

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) präsentiert neue Motive für die Kampagne „positiv zusammen leben“ zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember 2015. Über Fragen und Antworten sollen die Plakatmotive zum Nachdenken anregen: Wie reagierst du, wenn die Erzieherin deines Kindes in der Kita HIV-positiv ist? Auf diese Weise werden unbegründete Ängste vor einer HIV-Übertragung angesprochen. Ergänzende Informationen sollen helfen, diese Ängste zu überwinden. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe erklärt: „Es ist höchste Zeit, dass Vorurteile und unbegründete Ängste im Umgang mit HIV-positiven Menschen der Vergangenheit angehören.“

„In Deutschland leben mehr als 80.000 Menschen mit HIV/Aids. Sie können in jedem Beruf arbeiten und ihre Freizeit gestalten, wie andere auch. Man kann also heute in der Regel mit HIV gut leben – aber nicht mit Diskriminierung, die leider noch immer vorkommt“, so Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. Auf der Website www.welt-aids-tag.de gibt es neben vielen Informationen zahlreiche Aktionsmaterialien wie Flyer, Plakate, Anzeigen und Webbanner zum kostenlosen Download. Erstmals wurde über die sozialen Medien dazu aufgerufen, eigene Fragen an HIV-positive Menschen zu stellen, die in einem Clip beantwortet werden. Den Spot gibt es ab dem 1. Dezember online zu sehen.

Zur Pressemitteilung geht es hier.

30. September 2015

Neue WHO-Richtlinien zu HIV-Therapie und PrEP

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt ihre neuen Richtlinien zum Start einer HIV-Therapie und zur Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP) vor. Demnach sollten alle Menschen mit HIV, sobald wie möglich nach der Diagnose mit einer HIV-Therapie starten. Damit erhöht sich die Zahl der HIV-positiven Menschen, die momentan weltweit für eine HIV-Therapie in Frage kommen, von 27 Millionen auf 38 Millionen.

Für Menschen, die mit einem „erheblichen“ Risiko leben, sich mit HIV zu infizieren, empfiehlt die WHO die PrEP, also die vorbeugende Einnahme antiretroviraler Medikamente. Die PrEP sollte als zusätzliche Präventionsmethode angeboten werden, schreibt die WHO in den Richtlinien. Darüber hinaus macht die WHO deutlich, dass für eine erfolgreiche HIV-Therapie und PrEP, Menschen mit HIV Unterstützung und Betreuung brauchen.

Zu den Richtlinien auf Englisch geht es hier.

Zur Meldung der WHO auf Englisch geht es hier.

15. September 2015

6. November 2015: Fachtagung XXelle LIVE

Am Freitag, den 6. November 2015 findet bereits zum vierten Mal XXelle LIVE, die Fachtagung Frauen und HIV, statt. Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Frauen und HIV/Aids in NRW lädt in Kooperation mit der Aidshilfe NRW zu dieser Veranstaltung ein. Den inhaltlichen Schwerpunkt bildet das Thema Sexualität. In sechs Workshops geht es beispielsweise um „Sexualität und Beratung“, „Lust und Leidenschaft mit HIV“ aber auch um die Novellierung des „Prostitutiertenschutzgesetz“. Im Anschluss an die Fachtagung findet ein Jubiläumsempfang zum 20-jährigen Bestehen der LAG statt.

Zum Programm und zum Anmeldeformular geht es hier. Zur Einladung zum Jubiläumsempfang geht es hier.

20. August 2015

G-BA plant Änderungen im Mutterpass

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat beschlossen, die Richtlinien über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung („Mutterschafts-Richtlinien“) zu ändern. Bisher wird nur die Beratung zum HIV-Antikörpertest im Mutterpass dokumentiert. Künftig soll auch vermerkt werden, ob der Test auch durchgeführt wurde.

Das Ergebnis des Tests soll weiterhin nicht im Mutterpass festgehalten werden. Denn der G-BA weiß, dass Informationen aus dem Mutterpass in falsche Hände geraten können. Der Beschluss muss noch vom Bundesgesundheitsministerium geprüft werden und tritt erst nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

Zum Beschluss geht es hier.

6. Juli 2015

RKI veröffentlicht Zahlen zu HIV-Neuinfektionen 2014

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat im Epidemiologischen Bulletin die Zahlen für die HIV-Neudiagnosen in 2014 veröffentlicht. Demnach wurden 2014 insgesamt 3.525 HIV-Neudiagnosen in Deutschland gestellt. Dies bedeutet eine Zunahme der Neudiagnosen um 237 Fälle gegenüber 2013. Rund 81 Prozent (2.864 Fälle) der Neudiagnosen entfielen auf Männer. Knapp 19 Prozent (659 Fälle) der HIV-Neudiagnosen erhielten Frauen. Gegenüber 2013 stieg damit die Zahl der Neudiagnosen bei Frauen um 11 Prozent. Der Altersduchschnitt der neu diagnostizierten Frauen lag bei 34 Jahren. Bei Männern waren es 37 Jahre. 22 Prozent der Neudiagnosen 2014 lassen sich auf einen heterosexuellen Übertragungsweg zurückführen. Bei 25 Kindern bis 14 Jahre wurde eine HIV-Infektion diagnostiziert, die wahrscheinlich auf eine Mutter-Kind-Übertragung zurückzuführen ist. Neun der betroffenen Kinder wurden zwischen 2006 und 2014 in Deutschland geboren.

Zum Epidemiologischen Bulletin geht es hier.

24. Juni 2015

DHIVA erhält Sonderehrung beim Medienpreis der Deutschen Aids-Stiftung

Die DHIVA, das Magazin für Frauen zu Sexualität und Gesundheit, erhielt für ihr langjähriges Engagement und 20 Jahre Berichterstattung zu HIV/Aids eine Sonderehrung beim Medienpreis 2013/2014 der Deutschen Aids-Stiftung. DHIVA-Chefredakteurin Harriet Langanke nahm die Auszeichnung zusammen mit den Ressortleiterinnen Tanja Wolf und Ulrike Sonnenberg-Schwan entgegen.

Die Deutsche Aids-Stiftung verlieh den Medienpreis HIV/Aids  bereits zum 20. Mal. Die Preisverleihung für insgesamt sechs Beiträge aus Hörfunk, Print- und Onlinemedien fand während der Eröffnungsveranstaltung des Deutsch-Österreichischen Aids-Kongresses statt. Die Laudatio auf die PreisträgerInnen hielt die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Aids-Stiftung Elisabeth Pott. „Seit den Anfängen ist uns ein Aspekt bei der Bewertung der Beiträge besonders wichtig: Eine Haltung gegenüber Menschen mit HIV und Aids, die in der Öffentlichkeit zu Akzeptanz und Verständnis beiträgt und das Leben infizierter Menschen vorurteilsfrei darstellt,“ so Pott in ihrer Rede.

Mehr zur Verleihung des Medienpreises 2013/2014 gibt es hier.

1. Juni 2015

RKI veröffentlicht Studienergebnisse zu IDU

Das Robert-Koch-Institut hat die Ergebnisse der sogenannten Druck-Studie zu HIV, Hepatitis B und C bei injizierenden DrogengebraucherInnen (IDU) in Deutschland veröffentlicht. Ziel der Druck-Studie (Drogen und chronische Infektionskrankheiten in Deutsch­land) war es, die Verbreitung von Hepatitis B (HBV), Hepatitis C (HCV) und HIV sowie Ko-Infektionen bei IDU festzustellen. Weiterhin sollten Einflussfaktoren für die Übertragung von HBV, HCV und HIV sowie Wissenslücken in Bezug auf  Präventionsmaßnahmen bestimmt werden. An der Studie nahmen über 2.000 Personen aus acht Städten teil.

Einige zentrale Ergebnisse waren:

  • hohe Prävalenzen von HCV-Infektionen unter den TeilnehmerInnen
  • teilweise nicht bekannte HIV-Infektionen unter den TeilnehmerInnen
  • niedrige Impfprävalenzen bei HBV
  • häufige Inhaftierungen erschweren Präventionsmaßnahmen
  • Zugang zu Therapien (HCV, HIV) ist häufig unzureichend
  • trotz hoher Testraten (HCV, HIV) ist der eigene Infektionsstatus häufig nicht bekannt
  • Unsafe Use, bspw. das Teilen von Drogenbestecken ist weit verbreitet
  • hohe Akzeptanz von niedrigschwelligen, gezielten Kurzberatungen

Zur gesamten Studie geht es hier.

9. April 2015

Neue Motive für „Mach’s mit“

Die Präventionskampagne „Mach’s mit“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigt sich mit neuen Motiven. Ein neuer Schwerpunkt der Kampagne ist das Gespräch mit dem Partner bzw. der Partnerin über eine diagnostizierte sexuell übertragbare Infektion (STI). „Die Ergebnisse unserer repräsentativen Untersuchung zeigen, dass die Menschen gestärkt und ermutigt werden müssen, über sexuell übertragbare Infektionen zu sprechen“, betont Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. „Deshalb hat die BZgA diese neue Motivstaffel entwickelt, um das Thema, das nach wie vor mit Unsicherheiten und Tabus behaftet ist, öffentlich zu machen und Menschen in ihrer Kommunikationsfähigkeit zu unterstützen.“ Daneben motiviert die Kampagne auch weiterhin, Kondome zu nutzen.

Alles Kampagnenmotive gibt es hier.

24. März 2015

Pille danach auch in Deutschland rezeptfrei erhältlich

Die Pille danach ist seit dem 15. März 2015 rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Mit dieser neuen Regelung wird es für Frauen künftig deutlich leichter, die Pille danach mit möglichst wenig Zeitverzögerung einnehmen zu können. Für Frauen unter 20 Jahren übernehmen die Krankenkassen die Kosten der Pille danach, wenn sie ein Rezept vorlegen. Alle anderen erhalten die Pille nach Beratung gegen Barzahlung in der Apotheke.

Die Bundesapothekerkammer hat zur Pille danach Handlungsanweisungen zur Beratung in Apotheken mit dem  Bundesgesundheitsministerium, den FrauenärztInnen und anderen Beteiligten abgestimmt. Empfohlen wird darin, die Pille danach nur an die betroffene Frau persönlich abzugeben, aber im Regelfall nicht an einen Boten. Eine Abgabe „auf Vorrat“ ist nicht vorgesehen. Im Einzelfall soll der Frau ein Arztbesuch empfohlen werden.

Mehr zur Pille danach gibt es hier

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